Wege zu einer Kultur des Friedens – Fachtagung im Friedensdorf Broc

Die Tagung musste wegen mangelnder Anmeldungen abgesagt werden

Grundlagen, Zugänge, Elemente

29./30. November 2014

Themenschwerpunkte

•    Die wechselseitige Beziehung von Frieden und nachhaltiger Entwicklung
Bildung für nachhaltige Entwicklung ist das Arbeitsgebiet der letztes Jahr gegründeten Stiftung éducation21. Was können wir zur inhaltlichen Umschreibung von BNE beitragen?

•    Das Recht auf Frieden
Im Rahmen des Menschenrechtsrates arbeitet eine Arbeitsgruppe an einer Deklaration zum Recht auf Frieden, im Rahmen des UNO-Programms für eine Kultur des Friedens. Was können wir für die Friedensbildung davon lernen und wie können wir zu dieser Diskussion beitragen?

Ziele der Tagung:

1. Erörterung und Erarbeitung eines Beitrages zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aus friedenspädagogischer Perspektive.

2. Eruierung der Bedeutung von Friedensbildung im Diskurs um das Recht auf Frieden im Rahmen der Menschenrechte und in der Förderung einer Kultur des Friedens.

Zielgruppen

– Organisationen / NGO im Bereich (Friedens-)Bildung

– Bildungsverantwortliche, Lehrkräfte
– Friedenspädagogisch Interessierte

 

Link zu UNESCO Culture of Peace

Programm

Samstag, 29. November

10:30 Ankunft im Friedensdorf

11:00 Begrüssung & Einstieg

12:15 Mittagessen

14:00 Einstieg

– Referat:  BNE und Friedensbildung. – Nicole Cornu, Mitarbeiterin für Vernetzung bei éducation21 in Bern. Sie ist Politologin war Präsidentin des Schweizerischen Jugendverbandes SAJV / CSAJ. Link zu education21: , anschliessend Frage- und Diskussionsrunde

15:15 Pause

15:45 Referat: Recht auf Frieden – Anfrage hängig. Anschliessend Frage- und Diskussionsrunde

17:15  Podium mit den ReferentInnen; Moderation: Stephan Jost

19:00 Abendessen, anschliessend frei

Sonntag, 30. November

08:00 Frühstück

09:00 Kurzvorstellung von neuen Ideen und Projekten

09:45 Ateliers: Arigatou International, Thesen zur Friedensbildung, …

12:15 Mittagessen, Feedback, Abschluss

14:00 Ende der Tagung

Hier geht’s zur Anmeldung. Anmeldetermin ist der 14. November 2014.

Die Teilnehmerinnen ist beschränkt. Die Angemeldeten werden eine Bestätigung erhalten mit Rechnung.

Anmeldung für die Tagung Friedensbildung in Broc, 29. – 30. November 2014

Prénom - Vorname *

Nom - Name *

Organisation

Email *
Tel.

Adresse *
Rue - Strasse
CP - PLZ Lieu - Ort

50.- participation colloque / Teilnahme Tagung

35.- Je dors au village de la paix - ich übernachte im Friedensdorf

Langues - Sprachen
J'ai besoin de traduction - Übersetzung gewünscht oui/ja

Repas - Mahlzeiten:
samedi midi / Samstag Mittag 10.-
samedi soir / Samstag Abend 17.-
dimanche matin / Sonntag Frühstück 8.-
dimanche midi / Sonntag Mittag 15.-

végétarien - vegetarisch

Je suis bénévole pour le service / la vaisselle - ich helfe freiwillig mit beim Service / Abwasch
Service

Veuillez svp faire le total de vos frais de participation : participation, nuitée, repas
Bitte berechnen Sie das Total Ihrer Teilnahmekosten: Teilnahme, Übernachtung, Mahlzeiten.

Total

Le nombre de participant(e)s est limité. Votre inscription sera confirmée provisoirement et vous recevrez une confirmation avec facture début novembre.
.
Die TeilnehmerInnenzahl ist beschränkt. Ihre Anmeldung wird provisorisch bestätigt und Anfang November werden Sie eine Bestätigung mit Rechnung erhalten.

Remarques - Bemerkungen

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puttygen

Friedensbildung in der Schweiz – 2. Tagung in Broc 9.-10. November 2013

Das Wochenende in Broc hat mir sehr gut gefallen und war anregend, verbindend, inspirierend, schön organisiert und ich habe viele spannende und höchst engagierte Menschen kennenlernen dürfen. Ich habe viel Interessantes zu Dialog, Konflikt, Kultur und Bildung gehört und praktische Friedensspiele entdeckt. Nur die Elemente des “inneren Friedens” und auch die kreativen Aspekte, wie z.B. Friedenssingen, Theaterspielen, Bilder etc. fehlten. Kreative und künstlerische Elemente müssen meiner Ansicht nach die Friedensschulung und -arbeit ebenso sinnvoll begleiten und erweitern wie geeignete Formen der Achtsamkeit und Innerlichkeit sie vertiefen sollten und das auch schon in der Schule. Untenstehend die Zusammenfassung meiner Notizen für Interessierte – Cécile Cassini (cecile.cassini@integrale-friedensfoerderung.ch)

Oliver Rizzi Carlson – Global Campaing for Peace Education, United Network of Young Peacebuilders, Global Alliance for Ministries and Infrastructures for Peace

Vertreter in der UNO für die Jungen, sie haben „Nesting peace“ organisiert mit dem Thema Strukturen für den Frieden. Er organisiert für Organisationen Friedensprojekte. www.gamip.org

Die aktive Haltung braucht Vision und Struktur. Er wird nicht von wichtigen Friedensbildungsleuten sprechen sondern von Ideen die helfen zu verwirklichen.

 Aus dem Oppositionseffekt herauskommen  Vorleben
 Respekt

Die Entwicklung von Kompetenzen und Werten für den Frieden geschieht auf drei Stufen:

  1. Konfliktlösung
  2. Lösung von Konflikten und Friedensgestaltung – mehr Vision mit dem positiven Aspekt –
  3. Peace building heisst konstruktiv vorgehen, herauszufinden wo der Grund der Konflikte und Spannungen liegt,

Mit Peace buildung schafft man soziale Strukturen – nutzt immer das gleiche Modell und erkennt auch wenn wir alle Probleme lösen gibt es immer noch Konflikte – der Frieden braucht einen kulturellen Wandel und deshalb die Erziehung. Es gibt seiner Meinung nach nur einen Grund für die Konflikte nämlich zu wenig Lehre wie wir miteinander umgehen puttygen download windows , also vom sozialen Frieden zum kulturellen Frieden.

Bei der Erziehung und beim Frieden ist der Inhalt wichtig. Es ist unmöglich eine neutrale Haltung zu leben, es gibt immer unterschiedliche Ansichten und Kulturen und deshalb ist es wichtig kulturelle Alternativen zu schaffen, was Kreativität verlangt. Deshalb ist es sehr wichtig an uns selbst zu arbeiten, bevor wir in die Schule gehen, weil wir eigene Werte haben, auch wenn man das nicht sieht bildet sich sonst die versteckte Agenda. Deshalb ist es wichtig darüber zu lernen und deshalb ist es wichtig, dass die Friedenserziehung darauf baut. Das Programm muss noch nicht fest sein, es braucht den Dialog.

Ein kultureller Wandel braucht Kontinuität, da es Zeit braucht. Dies bedeutet ein anderes Arbeitsniveau welches nach Strukturen verlangt. Keine ererbten Strukturen, sondern neue, die wir kreieren, vielleicht inspiriert von den alten, jedoch so dass sie gewisse Prozesse leiten können.

Formale oder informelle Bildung: Wir sprechen nicht von informeller Bildung, weil diese sehr schwierig zu definieren ist und auch von zu Hause von den Nachbarn kommt. Es gibt unendlich Vieles, was uns eine gewisse Sicht der Welt vermittelt, eine Brille unserer Identität verschafft, welche schwierig wegzulegen ist; oder gar zu realisieren, dass wir sie haben, deshalb brauchen wir zuerst die eigene Erziehung.

Jeder Moment ist ein Moment um zu lernen – die Vision ist, dass lernen eine Lebensfunktion ist, hier muss man bewusste Räume schaffen, intentionelle, welche zu einer neuen Kultur führen: zum Frieden zu erziehen heisst zur Konfliktlösung erziehen. Weil wir aus den Konflikten am meisten lernen, dort wo wir ihn noch nicht verstehen, gibt er Potenzial zum Streit sonst aber zum vertieften Frieden.

  •   Statt von der Opposition zu sprechen könnte man das Prinzip der Transzendenz annehmen,
  •   statt von Eigentum von Zugehörigkeit,
  •   statt verdienen – die Fähigkeit dankbar zu sein,so gibt es alternative Möglichkeiten Kompetenzen zu entwickeln wie Einfühlsamkeit und Empathie und dies gehört zur Kultur der Lehre. Konflikt als Lehre par excellence. Ohne den Konflikt auszuschliessen, was Gewalt ist, jedoch ihn zu leben bis zum Ende, dafür braucht es Sicherheit Empathie, Leute die Zuhören, damit wir den Reichtum der Verschiedenheit erleben können. Die Ökosysteme leben gut, weil sie verschieden sind und so ist auch die Gesellschaft. Wie könnten nun die neuen Lehrräume aussehen. Die Vision der Zeichnung ist wichtig für die Struktur.

    Kultur gestalten, ist wichtig als soziales Projekt. Ich muss die Fähigkeit haben den Menschen zuzuhören in ihrer Struktur. Konflikt und Verschiedenheit kann friedlich oder nicht gelebt werden, Gewalt heisst die Verschiedenheit ausschliessen, weil es einfacher ist, weil wir den anderen nicht zuhören können. In den Konflikt gehen heisst hineingehen, tanzen. Konflikt als Potenzial leben.

    Prof. em Dr. Richard Friedli – Friedenspädagogische Schlüsselkompetenzen
    Prof. in Religionswissenschaften, motivierte viele Leute seine Theorien in die Praxis umzusetzen – in den 80ziger Jahren engagierte er sich mit dem Buch „Frieden wagen“ – er hat die world peace academie in Basel mitgegründet und getragen. www.swisspeace.ch

Der Vortrag von Richard Friedli ist hier nach zu lesen

  • Es gibt einen akademischer Graben – er hat an einer der ersten Friedens-Universitäten zusammen mit Pire gelernt, dass wir nicht so sehr vom Dialog sprechen sollten sondern eher von der Dia-Praxis.

1. Dia-Praxis zeigte, dass mit Friedensdörfern im Elsass, wo Leute die nicht miteinander sprechen konnten, aber miteinander Schulen bauen konnten.

  1. CARIM – arbeiten an Konfliktfeldern weltweit, bringen Religionen und Kulturen ein und müssen sich entsprechende Kompetenzen erarbeiten um dort arbeiten zu können – sie erstellen ein entsprechendes Handbuch mit Definitionen zu Kultur und Religion
  2. Betroffenheit über Genozid in Ruanda 1994, wo er auf der Seite der Genozidäre und Opfer Freunde hat. Die Genozidäre sind Flüchtlinge. Dutzende haben versucht Versöhnungspraktiken zu produzieren.
  3. Er begleitet zwei Kinder, er sieht sie mit den Spielkonsolen, mit den Games – da ist er sehr gebrochen

Die zwei letzen Punkte machen ihn realutopisch pessimistisch. Er erzählt trotzdem von den wichtigen Friedenskompetenzen:

1.) Logik der Compassion (Mitgefühl), der Empathie – der Horizont des Friedens soll gehalten werden, aber dann an den Konflikten arbeiten, dann aber auch mit den menschlichen Grundbedürfnissen arbeiten BHN (Basic Human Needs ) wie sauberes Trinkwasser, saubere Toiletten, Aufnahme von Flüchtlingen, Nahrung sichern, Epidemienschutz etc.– praktisch daran arbeiten unabhängig von Religion und Kultur. in 3 Phasen

  1. a)  Information wahrnehmen: Risiken sehen, strukturellen Gründe sehen und auch dass keine Nation dies alleine lösen kann.
  2. b)  Betroffensein: Hilfsbereitschaft wird zur globalen Norm, Empathie aktualisieren, über kosmopolitisches Wahrnehmen (TV-Medien) zum kosmopolitischenTun.
  3. c)  Globaler Verantwortungsraum – sich konkret in Notsituationen engagieren. Schutzverantwortung der internationalen Gemeinschaft auch bei Naturkatastrophen

2.) ZivilisierungderDifferenz

Die verschiedenen Einschätzungen, Erfahrungen zivil austragen, sie ernst nehmen daran arbeiten, Kompromissfähigkeit, laterales Denken entwickeln, kreativ sein, nicht nur die vorgegebene Spur verfolgen. „Entfeindungsliebe“ (Malala). Ein konfliktiver Konsens. Die persönliche Haltung des Politologen ist wichtig, kreativ, belastungsfähig, humorvoll ( = spirituell?).

3.) Enttäuschungsfestigkeit–Standfestigkeit–Resilienz
a) Wenn jemand in diesem Feld arbeitet, auf dieses Terrain geht muss er solche Fähigkeiten

verinnerlichen. Ghandhi hatte die Leute wochenlang auf ihre Belastungsfähigkeit trainiert, Ebenso Martin Luther King, er entschied „Wer ist fähig gegen die Hunde der Polizei nicht zurückzuschlagen“, sonst mussten sie andere Arbeiten machen.

b) Arigatou ist eine japanische NGO welche sehr gute Handbücher dieser Pädagogigk herausgibt für ethisch verantwortbarem Umgang in der Schule.

Guy Lévy – Schule und Erziehung zum Frieden

Philosoph und Rektor in Biel, stv. Generalsekretär des Erziehungsdepartementes in Bern.

Er ist kein Spezialist der Erziehungspläne, eher der Evaluation dieser. Er hat in der Passage vom Lehrer zum Generalsekretariat hat er die Präsenz des Lehrers verloren. Dieses präsent bleiben, dieses Leiden an Spannungen zwischen Schülern oder Kollegen, dieses hat er nicht mehr. Heute hat er seine Abende und Ferien wiedergefunden. Er arbeitet immer noch stark ist aber nicht mehr durch diese Präsenzen absorbiert.

Seine Vision der Schule und des Lehrerberufes ist, ein Ort der Humanisierung, wo die ganze Zeit die subjektive Dimension des Individuums omnipresent sei. Heute ist die Subjektivität immer weniger ein Thema.

Ein Erlebnis, während einer Prüfungslektion in einem Kindergarten, wo die ganze Woche des Studiums der Insekten gewidmet war und am Schluss die Stagiere vorgeschlagen hatte, dass die Kinder den Namen eines Insekts sagten bevor sie gingen. Die gängisten Insektennamen gingen sofort und die Angst stieg, dass keiner mehr bleiben würde um nach Hause zu gehen, da rief das Kind, der Elefant. Die neoliberale Reaktion wäre: sofort korrigieren, menschlich ist jedoch das Anliegen des Heimgehens annehmen auf die Gefahr hin, dass die Eltern missverstehen dass der Elefant eine Mücke sei.

Ein komplett anti-orthographischer Student wollte Lehrer werden, er sollte nicht mehr auf die Tafel schreiben. Man hatte sich entschlossen kurze Diktate einzuführen durch die Schüler, welche diese selbst gestalteten und korrigierten. Als dieser Student drankam wählte er den schwierigsten Text, dann konnte er den omnipotenten Lehrer spielen, dann hat er die Texte korrigiert, dann hat er die Kopien verteilt und sogar den Lehrer korrigiert und so eine neue Haltung zur Orthographie erhalten.

Schüler sollten das menschliche Skelett zeichnen, dieses zeichnen, das Resultat zeigt die Diversität und den Reichtum dieser Unterschiede – hier kommen wir zur Kreativität.

Lernen kann Angst machen, man hat generell Angst zu lernen, weil man sich gerne an das hält was man weiss.

Die Schule muss sich um die Kommunikation kümmern, um die Symbolik. Der Schlüssel sind die Lehrer. Die Institution als geschützter Ort ist in Gefahr, sie ist jedoch eine Bedingung, damit Recht und Schutz gewährleistet werden kann, so dass die Komplexität der Klasse eingeschlossen werden kann. Die Institution hilft für die Erziehung zum Frieden, diese geschieht in der Schule, ohne spezielle Apelle, es soll generell so gelebt werden.

Die süsse Barbarei – beschreibt unserer Gesellschaft als einen Ort der Gewalt, die aus der Schule einen Ort der Konkurrenz der Exzellenz macht und wo die Erziehung zum Frieden fehlt. Menschliche Berufe sind lehrende und nicht messbare Gefässe.

Die Eltern wollen, dass ihre Kinder erfolgreich sind. Der Druck des Nützlichen gewinnt immer mehr Einfluss auf die Schulen und verunsichert und kommt sogar in die Friedenserziehung hinein. Er sieht keine Rezepte für den Frieden. Es ist nicht die Politik die pervertiert sondern die Nützlichkeit will Qualität, Professionalität, Exzellenz – diese Tendenzen findet man immer mehr. Er hat einen Brief von der Gemeinde erhalten und wurde als Kunde angesprochen, er ist aber ein Bürger. Die Lehrer laufen Gefahr ebenfalls zu Produkten zu verkommen mit dem New Public Management. Politisch ist die Schule noch sehr geschützt, es gibt aber eine Dynamik der Nützlichkeit, die sie bedroht.

Er ist nicht sicher, dass eine zusätzliche Friedensausbildung notwendig ist. Es braucht eine ethische Dimension, welche als Friede vermehrt fassen soll in der Schule. Es wäre schlimm wenn wir vorschreibend würden.

CH Stiftung – für Kantonsregierung mit einem Sitz in Brüssel – www.chstiftung.ch

Ende 70ziger Jahre war der Austausch kantonal, seit 2011 EU-Austausch für lebenslanges Lernen. „Erasmus +“, das heisst auch die Möglichkeit Geld zu erhalten um Projekte zu finanzieren. /“ Leonardo da Vinci „ für Schulen und „Grundtvig“ für Erwachsenenbildung.

Er möchte uns erzählen, wie wir Friedensprojekte europäisch realisieren können. In einer Schule hat es Schüler, Lehrer, Leitende – „Comenius“ hat zwei Ziele:

  1. Die individuelle Mobilität
  2. und Nutzen der Partnerschaften.

Die Bildungsmobilität – hiesst, dass sich CH-Primarlehrer in Europa weiterbilden können und von diesen Subventionen profitieren können, es gibt auch die Möglichkeit in der EU ein Praktikum zu machen – so profitiert der Lehrer = passiv

Die Lehrerin, der Lehrer kann zwei Monate in ein Partnerland gehen und Schule geben = aktiv zwischen 2 Tagen im Minimum, bis 2 Monate Maximum. Eine Kandidatur pro Jahr wird ausgewählt.

Drei Formen der Partnerschaft: Mathematik, Sprache, Regio-institutionell – hier kann man pädagogische Inhalte entwickeln – hier ist das Ziel neue Pädagogik einzurichten – dies mit einer Partnerschaft um das zu vermehren, so kann etwas für die Schüler entwickelt werden.

Die Rolle der Stiftung ist es, die Konzepte so zu begleiten, dass sie finanziert und eingegeben werden können, momentan 25‘000EU. Die nächste Eingabefrist ist im März 2014. Dasselbe gilt für die Erwachsenenbildung. Eine solche Partnerschaft mit drei Ländern zusammen dauert in der Regel 3 Jahre.

  •   Die CH Stiftung hat mit „Inbetween“ eine gratis Plattform, welche die Partnerschaft erlaubt und erleichtert.
  •   Die CH-Stiftung organisiert einen Kongress anfangs 2014 in Biel – Anmeldung dazu bis Ende November.Open Space 

    Wo steht die Friedensbildung Schweiz in 10 Jahren – wie kommen wir dahin?

    Utopien

  •   So selbstverständlich wie heute Konfirmationsunterricht
  •   Es ist genügend Geld da
  •   Der Begriff Frieden ist wieder befreit und entstaubt
  •   Mehr Leute machen mit
  •   Wir haben dank PER und LP21 auch erkannt, dass Friedensbildung der Kern der Erziehung ist
  •   Die jüngere Generation der Lehrpersonen ist ausgebildet in Gewaltfreiheit und Frieden
  •   Gewalt ist „verpönt“ es gibt Peace-Games und das sind die beliebtesten
  •   Erwachsenen(Eltern)bildung in diesem Bereich gewähren lassen

 

Der Weg

Heute

In 10 Jahren

Beliebigkeit, jede Schule macht was ihr gerade gefällt und jede Lehrperson auch; Schulen sind alleingelassen in Fragen von gesellschaftsrelevanten Erziehungsanliegen

Paradigmenwechsel hin zu weniger Profitdenken mehr miteinander
Wissenschaftliche Forschung, auch im Friedenspädagogischen Bereich, NFP fordern

-Viel Symptom-Bekämpfung
-fehlende SnS-Partizipation
Fehlende Elternunterstützung
-keine institutionalisierte Elternmitwirkung in Schulen

Vom Rücken an Rücken zum Face to Face kommen mit konstruktiver Auseinandersetzung mit unserer Kultur-Vielfalt

Anbieter als Einzelkämpfer

Wir alle hier in Broc einigen uns auf
1 Kampagne und bringen die in die ganze CH in die Medien und in die Gesellschaft
-z.B. partizipative Schule

Atéliers


Just Community – Christian Hügli www.politischebildung.ch/grundlagen/methoden/just-community

Lehrer aus dem Meinackerschulhaus in Binningen

Just Community ist eine Bewegung aus der USA. Sie ist auf den Grundlagen vom Moralphilosophen Kohlberg entstanden und wurde zuerst in Gefängnissen ausprobiert. Hauptfokus ist die Lösung der Frage „Wie bringt man Gemeinschaft zusammen?“ mit dem Ziel der moralischen Einbindung. Es geht um die Entwicklung der Werte für den Umgang mit Politik, Demokratie und Menschenrechten. Zuerst wurde das in Binningen in der in Sekundarschulen ausprobiert und heute ist es schon im Kindergarten. Eine Schule muss sich gemeinsam für das Konzept entscheiden und die Lehrpersonen sich dann ein Jahr lang entsprechend weiterbilden für die unerlässliche Einbindung. Es geht um das Potenzieren aller Beteiligten. Das Konzept geht nur für Schulen mit nicht mehr als 200 Schülern.

Es gibt einen Schulrat mit Vertretern aus allen Klassen, welcher die Anliegen der Einzelnen aufnimmt und bei Konsens dazu Initiativen entwickelt. Bei Konflikten gibt es Sonder-Sessionen für alle Beteiligten. Das kann mit zwei Personen in der Pause oder mit grossen Gruppen zu abgemachter Zeit in der Aula sein, wichtig ist das alle Beteiligten sich äussern können. Das Ergebnis ist mehr Kommunikation und Kooperation und bedeutet:

  •   dass Kinder vermehrt wagen zu sagen, wenn sie etwas stört
  •   dass Kinder vermehrt auch Unangenehmes den Lehrenden zurückmelden
  •   dass Kinder vermehrt zuhören lernen und Feedback geben können und so sichtbar machen was passiert.
  •   Die Anliegen der Minderheiten müssen bei Entscheiden berücksichtigt werden.
  •   Es gibt die Zumutung der und Befähigung für die Verantwortung.Bei Sonder-Sessionen und Schulrat wird abgestimmt, jedoch müssen die Anliegen der Minderheit einbezogen werden. Just community gilt als präventives Element in der Schule und vermeidet Scheinbeteiligung, entscheidend wirken Interventionen.

Lehrplan 21 – Ruedi Tobler vom Friedensrat, seit 30 Jahre verantwortlich für die Zeitung Bildungspolitik www.vpod-bildungspolitik.ch

Die Harmonisierung ist wegen dem Beginn mit unterschiedlichen Sprachen zum Teil gescheitert. Die Bildungsverfassung ist das Gegenprojekt. Der Lehrplan 21 ist für 21 deutschsprachige Kantone. In der Romandie gibt es ein Konkordat welches sich zuerst zum gemeinsamen Lehrplan verpflichtet hat, was dort sehr hilfreich war, aber leider in der Deutschschweiz nicht möglich war.

Schön ist, dass der LP21 relativ viel Gutes zur Friedensausbildung beinhaltet. Kritikpunkte sind:

  •   Bei den Rechtsgrundlagen fehlt weiterhin die Erwähnung der Menschenrechte. Das EDK scheint diesbezüglich ein Problem zu haben.
  •   Bei manchen Punkten wurden die Menschenrechte nicht berücksichtig, was Auswirkung auf die Migrationshilfe hat. Die Muttersprachen sollten valorisiert werden.
  •   Die Schule ist „konfessionsneutral“ genügt nicht, es muss heissen „religionsneutral“.
  •   Es gibt immer noch keine schweizerische Lehrerausbildung.
  •   Es ist ungünstig, dass Sport (Militär) und Musik (EDK) in unterschiedlichen Gebietenverankert sind.