Vormerken: 3. Tagung Friedensbildung in Broc, 29. – 30. November 2014

Die 3. Tagung des Netwerkes Friedensbildung in der Schweiz wird am 29. – 30. November im Friedensdorf Broc, FR unter folgendem Thema stattfinden:

Wege zu einer Kultur des Friedens

Grundlagen – Zugänge – Elemente

Es handelt sich um eine eigentliche Fachtagung mit Referat und Austausch am Samstag,  Workshops am Sonntag. Das Programm und ein Flyer folgen demnächst.

Das konkrete Programm ist noch in Ausarbeitung, Anfragen an mögliche Referentinnen und Referenten sind unterwegs.

Als Themenschwerpunkte sind vorgesehen:

•    Die wechselseitige Beziehung von Frieden und nachhaltiger Entwicklung
Bildung für nachhaltige Entwicklung ist das Arbeitsgebiet der letztes Jahr gegründeten Stiftung éducation21. Was können wir zur inhaltlichen Umschreibung von BNE beitragen?

•    Das Recht auf Frieden
Im Rahmen des Menschenrechtsrates arbeitet eine Arbeitsgruppe an einer Deklaration zum Recht auf Frieden, mit einem Schwerpunkt bei der Friedensbildung. Was können wir davon lernen und wie können wir zu dieser Diskussion beitragen?

Friedensbildung in der Schweiz – 2. Tagung in Broc 9.-10. November 2013

Das Wochenende in Broc hat mir sehr gut gefallen und war anregend, verbindend, inspirierend, schön organisiert und ich habe viele spannende und höchst engagierte Menschen kennenlernen dürfen. Ich habe viel Interessantes zu Dialog, Konflikt, Kultur und Bildung gehört und praktische Friedensspiele entdeckt. Nur die Elemente des “inneren Friedens” und auch die kreativen Aspekte, wie z.B. Friedenssingen, Theaterspielen, Bilder etc. fehlten. Kreative und künstlerische Elemente müssen meiner Ansicht nach die Friedensschulung und -arbeit ebenso sinnvoll begleiten und erweitern wie geeignete Formen der Achtsamkeit und Innerlichkeit sie vertiefen sollten und das auch schon in der Schule. Untenstehend die Zusammenfassung meiner Notizen für Interessierte – Cécile Cassini (cecile.cassini@integrale-friedensfoerderung.ch)

Oliver Rizzi Carlson – Global Campaing for Peace Education, United Network of Young Peacebuilders, Global Alliance for Ministries and Infrastructures for Peace

Vertreter in der UNO für die Jungen, sie haben „Nesting peace“ organisiert mit dem Thema Strukturen für den Frieden. Er organisiert für Organisationen Friedensprojekte. www.gamip.org

Die aktive Haltung braucht Vision und Struktur. Er wird nicht von wichtigen Friedensbildungsleuten sprechen sondern von Ideen die helfen zu verwirklichen.

 Aus dem Oppositionseffekt herauskommen  Vorleben
 Respekt

Die Entwicklung von Kompetenzen und Werten für den Frieden geschieht auf drei Stufen:

  1. Konfliktlösung
  2. Lösung von Konflikten und Friedensgestaltung – mehr Vision mit dem positiven Aspekt –
  3. Peace building heisst konstruktiv vorgehen, herauszufinden wo der Grund der Konflikte und Spannungen liegt,

Mit Peace buildung schafft man soziale Strukturen – nutzt immer das gleiche Modell und erkennt auch wenn wir alle Probleme lösen gibt es immer noch Konflikte – der Frieden braucht einen kulturellen Wandel und deshalb die Erziehung. Es gibt seiner Meinung nach nur einen Grund für die Konflikte nämlich zu wenig Lehre wie wir miteinander umgehen puttygen download windows , also vom sozialen Frieden zum kulturellen Frieden.

Bei der Erziehung und beim Frieden ist der Inhalt wichtig. Es ist unmöglich eine neutrale Haltung zu leben, es gibt immer unterschiedliche Ansichten und Kulturen und deshalb ist es wichtig kulturelle Alternativen zu schaffen, was Kreativität verlangt. Deshalb ist es sehr wichtig an uns selbst zu arbeiten, bevor wir in die Schule gehen, weil wir eigene Werte haben, auch wenn man das nicht sieht bildet sich sonst die versteckte Agenda. Deshalb ist es wichtig darüber zu lernen und deshalb ist es wichtig, dass die Friedenserziehung darauf baut. Das Programm muss noch nicht fest sein, es braucht den Dialog.

Ein kultureller Wandel braucht Kontinuität, da es Zeit braucht. Dies bedeutet ein anderes Arbeitsniveau welches nach Strukturen verlangt. Keine ererbten Strukturen, sondern neue, die wir kreieren, vielleicht inspiriert von den alten, jedoch so dass sie gewisse Prozesse leiten können.

Formale oder informelle Bildung: Wir sprechen nicht von informeller Bildung, weil diese sehr schwierig zu definieren ist und auch von zu Hause von den Nachbarn kommt. Es gibt unendlich Vieles, was uns eine gewisse Sicht der Welt vermittelt, eine Brille unserer Identität verschafft, welche schwierig wegzulegen ist; oder gar zu realisieren, dass wir sie haben, deshalb brauchen wir zuerst die eigene Erziehung.

Jeder Moment ist ein Moment um zu lernen – die Vision ist, dass lernen eine Lebensfunktion ist, hier muss man bewusste Räume schaffen, intentionelle, welche zu einer neuen Kultur führen: zum Frieden zu erziehen heisst zur Konfliktlösung erziehen. Weil wir aus den Konflikten am meisten lernen, dort wo wir ihn noch nicht verstehen, gibt er Potenzial zum Streit sonst aber zum vertieften Frieden.

  •   Statt von der Opposition zu sprechen könnte man das Prinzip der Transzendenz annehmen,
  •   statt von Eigentum von Zugehörigkeit,
  •   statt verdienen – die Fähigkeit dankbar zu sein,so gibt es alternative Möglichkeiten Kompetenzen zu entwickeln wie Einfühlsamkeit und Empathie und dies gehört zur Kultur der Lehre. Konflikt als Lehre par excellence. Ohne den Konflikt auszuschliessen, was Gewalt ist, jedoch ihn zu leben bis zum Ende, dafür braucht es Sicherheit Empathie, Leute die Zuhören, damit wir den Reichtum der Verschiedenheit erleben können. Die Ökosysteme leben gut, weil sie verschieden sind und so ist auch die Gesellschaft. Wie könnten nun die neuen Lehrräume aussehen. Die Vision der Zeichnung ist wichtig für die Struktur.

    Kultur gestalten, ist wichtig als soziales Projekt. Ich muss die Fähigkeit haben den Menschen zuzuhören in ihrer Struktur. Konflikt und Verschiedenheit kann friedlich oder nicht gelebt werden, Gewalt heisst die Verschiedenheit ausschliessen, weil es einfacher ist, weil wir den anderen nicht zuhören können. In den Konflikt gehen heisst hineingehen, tanzen. Konflikt als Potenzial leben.

    Prof. em Dr. Richard Friedli – Friedenspädagogische Schlüsselkompetenzen
    Prof. in Religionswissenschaften, motivierte viele Leute seine Theorien in die Praxis umzusetzen – in den 80ziger Jahren engagierte er sich mit dem Buch „Frieden wagen“ – er hat die world peace academie in Basel mitgegründet und getragen. www.swisspeace.ch

Der Vortrag von Richard Friedli ist hier nach zu lesen

  • Es gibt einen akademischer Graben – er hat an einer der ersten Friedens-Universitäten zusammen mit Pire gelernt, dass wir nicht so sehr vom Dialog sprechen sollten sondern eher von der Dia-Praxis.

1. Dia-Praxis zeigte, dass mit Friedensdörfern im Elsass, wo Leute die nicht miteinander sprechen konnten, aber miteinander Schulen bauen konnten.

  1. CARIM – arbeiten an Konfliktfeldern weltweit, bringen Religionen und Kulturen ein und müssen sich entsprechende Kompetenzen erarbeiten um dort arbeiten zu können – sie erstellen ein entsprechendes Handbuch mit Definitionen zu Kultur und Religion
  2. Betroffenheit über Genozid in Ruanda 1994, wo er auf der Seite der Genozidäre und Opfer Freunde hat. Die Genozidäre sind Flüchtlinge. Dutzende haben versucht Versöhnungspraktiken zu produzieren.
  3. Er begleitet zwei Kinder, er sieht sie mit den Spielkonsolen, mit den Games – da ist er sehr gebrochen

Die zwei letzen Punkte machen ihn realutopisch pessimistisch. Er erzählt trotzdem von den wichtigen Friedenskompetenzen:

1.) Logik der Compassion (Mitgefühl), der Empathie – der Horizont des Friedens soll gehalten werden, aber dann an den Konflikten arbeiten, dann aber auch mit den menschlichen Grundbedürfnissen arbeiten BHN (Basic Human Needs ) wie sauberes Trinkwasser, saubere Toiletten, Aufnahme von Flüchtlingen, Nahrung sichern, Epidemienschutz etc.– praktisch daran arbeiten unabhängig von Religion und Kultur. in 3 Phasen

  1. a)  Information wahrnehmen: Risiken sehen, strukturellen Gründe sehen und auch dass keine Nation dies alleine lösen kann.
  2. b)  Betroffensein: Hilfsbereitschaft wird zur globalen Norm, Empathie aktualisieren, über kosmopolitisches Wahrnehmen (TV-Medien) zum kosmopolitischenTun.
  3. c)  Globaler Verantwortungsraum – sich konkret in Notsituationen engagieren. Schutzverantwortung der internationalen Gemeinschaft auch bei Naturkatastrophen

2.) ZivilisierungderDifferenz

Die verschiedenen Einschätzungen, Erfahrungen zivil austragen, sie ernst nehmen daran arbeiten, Kompromissfähigkeit, laterales Denken entwickeln, kreativ sein, nicht nur die vorgegebene Spur verfolgen. „Entfeindungsliebe“ (Malala). Ein konfliktiver Konsens. Die persönliche Haltung des Politologen ist wichtig, kreativ, belastungsfähig, humorvoll ( = spirituell?).

3.) Enttäuschungsfestigkeit–Standfestigkeit–Resilienz
a) Wenn jemand in diesem Feld arbeitet, auf dieses Terrain geht muss er solche Fähigkeiten

verinnerlichen. Ghandhi hatte die Leute wochenlang auf ihre Belastungsfähigkeit trainiert, Ebenso Martin Luther King, er entschied „Wer ist fähig gegen die Hunde der Polizei nicht zurückzuschlagen“, sonst mussten sie andere Arbeiten machen.

b) Arigatou ist eine japanische NGO welche sehr gute Handbücher dieser Pädagogigk herausgibt für ethisch verantwortbarem Umgang in der Schule.

Guy Lévy – Schule und Erziehung zum Frieden

Philosoph und Rektor in Biel, stv. Generalsekretär des Erziehungsdepartementes in Bern.

Er ist kein Spezialist der Erziehungspläne, eher der Evaluation dieser. Er hat in der Passage vom Lehrer zum Generalsekretariat hat er die Präsenz des Lehrers verloren. Dieses präsent bleiben, dieses Leiden an Spannungen zwischen Schülern oder Kollegen, dieses hat er nicht mehr. Heute hat er seine Abende und Ferien wiedergefunden. Er arbeitet immer noch stark ist aber nicht mehr durch diese Präsenzen absorbiert.

Seine Vision der Schule und des Lehrerberufes ist, ein Ort der Humanisierung, wo die ganze Zeit die subjektive Dimension des Individuums omnipresent sei. Heute ist die Subjektivität immer weniger ein Thema.

Ein Erlebnis, während einer Prüfungslektion in einem Kindergarten, wo die ganze Woche des Studiums der Insekten gewidmet war und am Schluss die Stagiere vorgeschlagen hatte, dass die Kinder den Namen eines Insekts sagten bevor sie gingen. Die gängisten Insektennamen gingen sofort und die Angst stieg, dass keiner mehr bleiben würde um nach Hause zu gehen, da rief das Kind, der Elefant. Die neoliberale Reaktion wäre: sofort korrigieren, menschlich ist jedoch das Anliegen des Heimgehens annehmen auf die Gefahr hin, dass die Eltern missverstehen dass der Elefant eine Mücke sei.

Ein komplett anti-orthographischer Student wollte Lehrer werden, er sollte nicht mehr auf die Tafel schreiben. Man hatte sich entschlossen kurze Diktate einzuführen durch die Schüler, welche diese selbst gestalteten und korrigierten. Als dieser Student drankam wählte er den schwierigsten Text, dann konnte er den omnipotenten Lehrer spielen, dann hat er die Texte korrigiert, dann hat er die Kopien verteilt und sogar den Lehrer korrigiert und so eine neue Haltung zur Orthographie erhalten.

Schüler sollten das menschliche Skelett zeichnen, dieses zeichnen, das Resultat zeigt die Diversität und den Reichtum dieser Unterschiede – hier kommen wir zur Kreativität.

Lernen kann Angst machen, man hat generell Angst zu lernen, weil man sich gerne an das hält was man weiss.

Die Schule muss sich um die Kommunikation kümmern, um die Symbolik. Der Schlüssel sind die Lehrer. Die Institution als geschützter Ort ist in Gefahr, sie ist jedoch eine Bedingung, damit Recht und Schutz gewährleistet werden kann, so dass die Komplexität der Klasse eingeschlossen werden kann. Die Institution hilft für die Erziehung zum Frieden, diese geschieht in der Schule, ohne spezielle Apelle, es soll generell so gelebt werden.

Die süsse Barbarei – beschreibt unserer Gesellschaft als einen Ort der Gewalt, die aus der Schule einen Ort der Konkurrenz der Exzellenz macht und wo die Erziehung zum Frieden fehlt. Menschliche Berufe sind lehrende und nicht messbare Gefässe.

Die Eltern wollen, dass ihre Kinder erfolgreich sind. Der Druck des Nützlichen gewinnt immer mehr Einfluss auf die Schulen und verunsichert und kommt sogar in die Friedenserziehung hinein. Er sieht keine Rezepte für den Frieden. Es ist nicht die Politik die pervertiert sondern die Nützlichkeit will Qualität, Professionalität, Exzellenz – diese Tendenzen findet man immer mehr. Er hat einen Brief von der Gemeinde erhalten und wurde als Kunde angesprochen, er ist aber ein Bürger. Die Lehrer laufen Gefahr ebenfalls zu Produkten zu verkommen mit dem New Public Management. Politisch ist die Schule noch sehr geschützt, es gibt aber eine Dynamik der Nützlichkeit, die sie bedroht.

Er ist nicht sicher, dass eine zusätzliche Friedensausbildung notwendig ist. Es braucht eine ethische Dimension, welche als Friede vermehrt fassen soll in der Schule. Es wäre schlimm wenn wir vorschreibend würden.

CH Stiftung – für Kantonsregierung mit einem Sitz in Brüssel – www.chstiftung.ch

Ende 70ziger Jahre war der Austausch kantonal, seit 2011 EU-Austausch für lebenslanges Lernen. „Erasmus +“, das heisst auch die Möglichkeit Geld zu erhalten um Projekte zu finanzieren. /“ Leonardo da Vinci „ für Schulen und „Grundtvig“ für Erwachsenenbildung.

Er möchte uns erzählen, wie wir Friedensprojekte europäisch realisieren können. In einer Schule hat es Schüler, Lehrer, Leitende – „Comenius“ hat zwei Ziele:

  1. Die individuelle Mobilität
  2. und Nutzen der Partnerschaften.

Die Bildungsmobilität – hiesst, dass sich CH-Primarlehrer in Europa weiterbilden können und von diesen Subventionen profitieren können, es gibt auch die Möglichkeit in der EU ein Praktikum zu machen – so profitiert der Lehrer = passiv

Die Lehrerin, der Lehrer kann zwei Monate in ein Partnerland gehen und Schule geben = aktiv zwischen 2 Tagen im Minimum, bis 2 Monate Maximum. Eine Kandidatur pro Jahr wird ausgewählt.

Drei Formen der Partnerschaft: Mathematik, Sprache, Regio-institutionell – hier kann man pädagogische Inhalte entwickeln – hier ist das Ziel neue Pädagogik einzurichten – dies mit einer Partnerschaft um das zu vermehren, so kann etwas für die Schüler entwickelt werden.

Die Rolle der Stiftung ist es, die Konzepte so zu begleiten, dass sie finanziert und eingegeben werden können, momentan 25‘000EU. Die nächste Eingabefrist ist im März 2014. Dasselbe gilt für die Erwachsenenbildung. Eine solche Partnerschaft mit drei Ländern zusammen dauert in der Regel 3 Jahre.

  •   Die CH Stiftung hat mit „Inbetween“ eine gratis Plattform, welche die Partnerschaft erlaubt und erleichtert.
  •   Die CH-Stiftung organisiert einen Kongress anfangs 2014 in Biel – Anmeldung dazu bis Ende November.Open Space 

    Wo steht die Friedensbildung Schweiz in 10 Jahren – wie kommen wir dahin?

    Utopien

  •   So selbstverständlich wie heute Konfirmationsunterricht
  •   Es ist genügend Geld da
  •   Der Begriff Frieden ist wieder befreit und entstaubt
  •   Mehr Leute machen mit
  •   Wir haben dank PER und LP21 auch erkannt, dass Friedensbildung der Kern der Erziehung ist
  •   Die jüngere Generation der Lehrpersonen ist ausgebildet in Gewaltfreiheit und Frieden
  •   Gewalt ist „verpönt“ es gibt Peace-Games und das sind die beliebtesten
  •   Erwachsenen(Eltern)bildung in diesem Bereich gewähren lassen

 

Der Weg

Heute

In 10 Jahren

Beliebigkeit, jede Schule macht was ihr gerade gefällt und jede Lehrperson auch; Schulen sind alleingelassen in Fragen von gesellschaftsrelevanten Erziehungsanliegen

Paradigmenwechsel hin zu weniger Profitdenken mehr miteinander
Wissenschaftliche Forschung, auch im Friedenspädagogischen Bereich, NFP fordern

-Viel Symptom-Bekämpfung
-fehlende SnS-Partizipation
Fehlende Elternunterstützung
-keine institutionalisierte Elternmitwirkung in Schulen

Vom Rücken an Rücken zum Face to Face kommen mit konstruktiver Auseinandersetzung mit unserer Kultur-Vielfalt

Anbieter als Einzelkämpfer

Wir alle hier in Broc einigen uns auf
1 Kampagne und bringen die in die ganze CH in die Medien und in die Gesellschaft
-z.B. partizipative Schule

Atéliers


Just Community – Christian Hügli www.politischebildung.ch/grundlagen/methoden/just-community

Lehrer aus dem Meinackerschulhaus in Binningen

Just Community ist eine Bewegung aus der USA. Sie ist auf den Grundlagen vom Moralphilosophen Kohlberg entstanden und wurde zuerst in Gefängnissen ausprobiert. Hauptfokus ist die Lösung der Frage „Wie bringt man Gemeinschaft zusammen?“ mit dem Ziel der moralischen Einbindung. Es geht um die Entwicklung der Werte für den Umgang mit Politik, Demokratie und Menschenrechten. Zuerst wurde das in Binningen in der in Sekundarschulen ausprobiert und heute ist es schon im Kindergarten. Eine Schule muss sich gemeinsam für das Konzept entscheiden und die Lehrpersonen sich dann ein Jahr lang entsprechend weiterbilden für die unerlässliche Einbindung. Es geht um das Potenzieren aller Beteiligten. Das Konzept geht nur für Schulen mit nicht mehr als 200 Schülern.

Es gibt einen Schulrat mit Vertretern aus allen Klassen, welcher die Anliegen der Einzelnen aufnimmt und bei Konsens dazu Initiativen entwickelt. Bei Konflikten gibt es Sonder-Sessionen für alle Beteiligten. Das kann mit zwei Personen in der Pause oder mit grossen Gruppen zu abgemachter Zeit in der Aula sein, wichtig ist das alle Beteiligten sich äussern können. Das Ergebnis ist mehr Kommunikation und Kooperation und bedeutet:

  •   dass Kinder vermehrt wagen zu sagen, wenn sie etwas stört
  •   dass Kinder vermehrt auch Unangenehmes den Lehrenden zurückmelden
  •   dass Kinder vermehrt zuhören lernen und Feedback geben können und so sichtbar machen was passiert.
  •   Die Anliegen der Minderheiten müssen bei Entscheiden berücksichtigt werden.
  •   Es gibt die Zumutung der und Befähigung für die Verantwortung.Bei Sonder-Sessionen und Schulrat wird abgestimmt, jedoch müssen die Anliegen der Minderheit einbezogen werden. Just community gilt als präventives Element in der Schule und vermeidet Scheinbeteiligung, entscheidend wirken Interventionen.

Lehrplan 21 – Ruedi Tobler vom Friedensrat, seit 30 Jahre verantwortlich für die Zeitung Bildungspolitik www.vpod-bildungspolitik.ch

Die Harmonisierung ist wegen dem Beginn mit unterschiedlichen Sprachen zum Teil gescheitert. Die Bildungsverfassung ist das Gegenprojekt. Der Lehrplan 21 ist für 21 deutschsprachige Kantone. In der Romandie gibt es ein Konkordat welches sich zuerst zum gemeinsamen Lehrplan verpflichtet hat, was dort sehr hilfreich war, aber leider in der Deutschschweiz nicht möglich war.

Schön ist, dass der LP21 relativ viel Gutes zur Friedensausbildung beinhaltet. Kritikpunkte sind:

  •   Bei den Rechtsgrundlagen fehlt weiterhin die Erwähnung der Menschenrechte. Das EDK scheint diesbezüglich ein Problem zu haben.
  •   Bei manchen Punkten wurden die Menschenrechte nicht berücksichtig, was Auswirkung auf die Migrationshilfe hat. Die Muttersprachen sollten valorisiert werden.
  •   Die Schule ist „konfessionsneutral“ genügt nicht, es muss heissen „religionsneutral“.
  •   Es gibt immer noch keine schweizerische Lehrerausbildung.
  •   Es ist ungünstig, dass Sport (Militär) und Musik (EDK) in unterschiedlichen Gebietenverankert sind.

 

Friedenspädagogische Schlüsselkompetenzen – Vortrag von Prof. Richard Friedli

Es ist höchste Zeit, dass ich heute im „Friedensdorf“ bin. Bisher war ich zwar im Netzwerk der „Friedenspost“, in Broc selber war ich aber noch nicht. Erlaubt mir deshalb, einige Daten und Personen in Erinnerung zu rufen, die belegen, dass „Broc“ für mich dennoch nicht zu einer virtuellen Grösse geworden ist.

Vor dreissig Jahren wurde 1983 das Friedensdorf im Flüeli-Ranft gegründet. In diesem Kontext – voll in er damaligen Friedenswelle – haben sich Josef Wirth und ich oft getroffen und öffentlich miteinander engagiert. Ich theoretisch in der Fastenopfer-Kampagne „Frieden wagen“. Josef war hingegen praktisch: er hat das Projekt Friedensdorf realisiert. Meine Vorträge sind längst vergessen. Die Initiative von Josef entwickelt sich immer noch weiter.

Seit dem Umzug nach Broc bin ich aber dennoch mit dem Projekt „Friedensdorf“  auch persönlich verbunden geblieben. Es geschah über die Universität Fribourg, wo Petra Bleisch, Michael Widmer und Bruno Grünenfelder aktiv und mit Bodenhaftung an meinen friedenspädagogischen Vorlesungen und Seminaren teilgenommen haben. Ihr Testfeld war Broc.

Ich bin deshalb heute Nachmittag sehr beeindruckt, dass wir jetzt die Diskussionen mit neuen Akzenten weiterführen können – damals wie heute auch mit Ueli Wildberger vom internationalen Versöhnungsbund MIR, mit Ruedi Tobler und Peter Weishaupt vom Schweizerischen Friedensrat oder mit dem Centre pour l’Action non-Violente. Mit Philippe Jeannerat vom „Centre Martin Luther King“ haben wir an der Synode 1974 der Schweizer Katholiken in Bern äusserst dezidiert – unter dem Obertitel „Schalomarbeit“ – für ein erneuertes Friedens- und Entwicklungsverständnis plädiert und es mehrheitsfähig werden lassen.

Inzwischen ist sehr viel Zeit vergangen. Wir alle haben weiter gearbeitet. Und unsere Haare sind grau geworden. Seither hat sich aber das politische Umfeld  europaweit und global radikal verändert. Ihr repräsentiert diese neue Generation von kompetenten Frauen und Männern, die sich den neuen Problemen stellt und neue Lösungsmodelle zur Konflikttransformation entwickelt. Gemeinsam und intergenerationell bleiben wir der Sache treu – nüchtern, mit verfeinerteren Analysewerkzeugen und komplexeren Versöhnungsmethoden, grundsätzlich aber engagiert wie eh und je.

Entsprechend dem Vorschlag des Vorbereitungsteams will ich diese Dynamiken etwas ausführlicher darstellen. Unter dem Obertitel

Friedenspädagogische Schlüsselkompetenzen

werde ich davon drei Fähigkeiten kurz kommentieren:

  1. Logik der Compassion
  2. Zivilisierung der Differenz
  3. Enttäuschungsfestigkeit

 

Diese Themen versprechen keine neuen friedenpädagogischen Erkenntnisse. Die drei erwähnten Schlüsselkompetenzen bezeichnen ja die Grundrhythmen, wonach ihr immer schon gearbeitet habt – im Schulalltag oder während Weiterbildungskursen und Seminaren. Mit Josef Wirth und den Kolleginnen und Kollegen aus den erwähnten NGOs seid ihr in der „Culture of Peace“ engagiert. Aber die kontextuellen Einfärbungen und die Dringlichkeit haben sich inzwischen modifiziert.

Logik der Compassion

Den ersten Perspektivenwechsel würde ich holzschnittartig folgendermassen umschreiben: Waren wir damals von der hoffnungsstarken Dynamik getragen, solidarisch die Zukunft gestalten zu können, so sind wir von heute pragmatischer geworden. Wir proklamieren weniger die globale Gastfreundschaft, kooperieren aber mit lokalen Akteuren, um auf die menschlichen Grundbedürfnisse – die „Basic Human Needs“ BHN – mit konkrete Massnahmen zu antworten: sauberes Trinkwasser und sanitäre Anlagen, Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Migranten, im fragilen Süden Schutz vor Epidemien, Arbeit an der Klima-Gerechtigkeit, menschenwürdige Arbeits- und Lohnbedingungen beim Rohstoff-Abbau, Schutz vor Menschenhandel. Solche und ähnliche unerfüllte Grundbedürfnisse sind aber – und manche unter Euch wissen es aus Erfahrung! – international und transkulturell ebenso viele Bedrohungen.

Der Soziologe Ulrich Beck subsumiert die erwähnten Kontexte unter den Stichworten der „Risikogesellschaft“ und der „Globalisierung“. Und er diagnostiziert den „kosmopolitischen Mehrwert“ als Reaktion auf diese ausbeuterischen Situationen. Er spricht dabei von der „Logik der Compassion“, die sich in drei Schritten entwickelt:

  1. Information: Durch die Massenmedien wissen wir um die politisch-wirtschaftliche Komplexität der erwähnten globalen Notsituationen. Und  bei dieser kosmopolitischen Wahrnehmung der Risiken und des strukturellem Elends wächst das Bewusstsein, dass keine Nation sie allein lösen kann.
  2. Betroffen-Sein: Solche Nachrichten lösen grenzüberschreitend den Willen zum Helfen aus. Und das Bewusstsein wächst, dass zum gemeinsamen Überleben globale Netzwerke notwendig sind. Diese Hilfsbereitschaft ist nicht mehr eine Entscheidung von friedensbewegten Menschen oder eine Antwort auf religiöse Appelle, sondern wird zu einer kosmopolitische Norm.
  3. Raum globaler Verantwortung: Die „fernen Anderen“ werden dadurch zu unseren Nachbarn. Gastfreundschaft – oder „Gastfeindschaft“ – wird zum politischen Lösungsmodell. Die „Inklusion des Anderen“ ist international durch die „Responsibility to Protect“ (R2P: Schutzverantwortung) institutionell garantiert. Was wäre aber friedenspädagogisch und friedenspolitisch zu tun, damit dieser UNO-Standard nicht weitgehend – wie 1994 im Genozid von Ruanda oder seit 2012 in Syrien – versagt?

Zivilisierung der Differenz

Im „Plan d’Etudes Romand“ und im „Lehrplan 21“ sollen die „Capacités transversales“ und die „transversalen Kompetenzen“ in der multikulturellen Schule bzw. Gesellschaft dazu beitragen, Toleranz und „Démocratie active“ zu fördern und den Lebensstil in der „Global Citizenship“ einzuüben. Aber es ist erfahrungsgemäss für uns alle nicht leicht, eine solche Grammatik und ihre neuen Zielwerte zu erlernen. Stichworte wie Verhandlungskompetenz, kollektive Zivilität, Kompromissfähigkeit, laterales Denken oder Entfeindungsliebe und grenzüberschreitende Identifizierung bezeichnen nämlich ebenso viele Orte von grossherziger Ermutigung, aber auch von unerträglicher Desillusion.

Ganz zu schweigen von den Risiken, die von Pädagoginnen und Pädagogen   eingegangen werden, wann immer sie eine solche erneuerte Grammatik vermitteln wollen. Ein solcher Umbau ist zwar in der Schweiz oder in Westeuropa nicht so dramatisch, ja tödlich, wie es für die Schülerin Malala Yousafzai und ihren Vater als Lehrer war, als die Taliban genau vor einem Jahr im Swat-Tal zwischen Afghanistan und Pakistan die islamistische Macht an sich gerissen haben. Aber auch in unserer unmittelbaren Umgebung illustriert das unter Lehrern und Katechetinnen immer mehr verbreitete Phänomen von Burnout, wie herausfordernd ein solcher Kulturwandel ist.

Ich kann dazu kein Heilmittel angeben. Ich bemerke aber, wie sich die pädagogischen Schwerpunkte verlagern.  So stehen im Ausbildungsplan nicht mehr ausschliesslich das inhaltliche „Was“ und das  das methodische „Wie“ im Zentrum, sondern mehr und mehr das „Wer“ der Persönlichkeit des Lehrers oder des Mediators. So verhandeln wir im Team für „Culture and Religion in Mediation“ am Zentrum für Sicherheitsstudien der ETH intensiv darüber, wie flexibel, belastungsfähig, vertrauenswürdig, entspannt, humorvoll und kreativ das Profil ihrer Experten sein sollte. Die Politologen, Wirtschaftler und Diplomaten diskutieren dann über Spiritualität.

Enttäuschungsfestigkeit

Die Fragen sind dann nicht mehr ausschliesslich jene der technischen Kompetenz, sondern auch die Themen nach der Standfestigkeit, um mit Enttäuschungen und öffentlichem Druck umgehen zu können: Übergangen zu werden, weil wir „anders“ und „fremd“ sind? Von den Vertretern der harten politischen Realität als „Gutmensch“ belächelt zu werden? Ohnmächtig von den Sachzwängen und der Staatsraison überrollt zu werden? Als „Muslime“ oder „Roma“ gemieden zu werden? Wie in der Friedensarbeit jene emotionale und argumentative Kompetenz erreichen, um die persönliche Sicherheit zu bewahren, auch wenn ich mich ausserhalb des bestehenden Systems bewege?

Der Mahatma Gandhi hat die Satyagrahi-Mitkämpfer vor dem gefährlichen  Salzmarsch 1939 im Ashram Phoenix durch Fasten, spirituelle Lektüre und Meditation auf die öffentliche Konfrontation vorbereitet. Martin Luther King hat die TeinehmerInnen an den Protestmärsche 1962-1963 in Ausbildungs-Häusern auf die Praxis des öffentlichen Ungehorsams vorbereitet und ihre Belastungsfähigkeit und Selbstkontrolle in Stress-Situationen getestet. Klar: Gandhi und Martin Luther King haben sich für den politisch Wandel in den Kontexten von Kolonisation und weissem Rassismus engagiert. Wie heute solche Prozesse des gesellschaftlichen Wandels verinnerlichen und durchsetzen?

Und im Schulalltag von heute? Ich habe keine Lösung anzubieten. Vielleicht, dass „Arigatou“, das japanische Ethik-Trainingsmodell für Kinder, international erprobte Anregungen für interkulturelle und interreligiöse Veränderungen vermitteln könnte? Aber der garstige Graben zwischen der Kleingruppe im Schulzimmer und der öffentlichen Konfrontation bleibt bestehen. Die zwischenpersönlichen Konflikte können durch Mediations-Verfahren aufgehoben werden. Was geschieht aber auf der Ebene von struktureller Gewalt, von sozialem Misstrauen und religiösem Hass? In der Schweiz ebenso sehr wie in Afghanistan oder Nigeria!

Eine ernüchternde Zwischenbilanz

Somit bleibt es auch in meinem heutigen Rechenschaftsbericht bei Euch im Friedensdorf Broc erneut bei einer Auslegeordnung. Viel nüchterner zwar als während der Fastopfer-Kampagne „Mobilmachung für den Frieden“ vor dreissig Jahren. Etwas pragmatischer auch als in den damaligen friedenspädagogischen Entwürfen. Im Vertrauen auch auf die Kompetenzen der Generation, die Ihr heute an dieser friedenspädagogischen Tagung repräsentiert.

Meinerseits versuche auch ich weiterhin den friedenspädagogischen Spagat zwischen einerseits dem CARIM-Projekt an der ETH Zürich um „Culture and Religion in Mediation“ und andererseits meiner Begleitung als „Grand-parent faisant fonction“ des 11-jährigen Ruben und der 9-jährigen Isabelle, deren  mexikanischer Vater vor fünf Jahren an Krebs weggestorben ist. Es ist mir noch nicht gelungen, den beiden Kindern auch nur eine Spur von den drei friedenspädagogischen Schlüsselkompetenzen zu vermitteln, die ich Euch vorgestellt habe. Die Computer-Spielkonsole der „Skylander“ mit ihren Tötungsfeldern oder die „Minekraft“-Strategien sind faszinierender als meine Worte über Empathie und Compassion. Auch im Zürcher ETH-Expertenteam für Mediation haben wir noch wenig Gedanken darüber gemacht, wie wir die friedenspädagogischen Schlüsselkompetenzen der Empathie-Logik, der Zivilisierung von Differenzen und des enttäuschungsfesten Umgangs mit Ohnmacht aneignen, verinnerlichen, operationalisieren und veröffentlichen können.

Umso mehr danke ich Rahel und Barbara herzlich dafür, mich heute zu diesem Rechenschaftsbericht ins Friedensdorf nach Broc eingeladen zu haben.

 

Bibliographie

Arigatou (Fondation), Apprendre à vivre ensemble. Un programme interculturel et interreligieux pour l’enseignement de l’éthique, Genève 2008, 234 pp. (= 1, Rue de Varembé, 1202 Genève).

Beck Ulrich, Weltrisikogesellschaft. Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit, Frankfurt am Main 2007.

Bleisch Petra, Andrea Rota (Hg.), Frieden als Beruf – Beiträge aus der Religions- und Friedensforschung. Festschrift für Richard Friedli zu seinem 75. Geburtstag (Culturel 3), Zürich 2012.

Friedli Richard, Frieden wagen. Ein Beitrag der Religionen zur Gewaltanalyse und zur Friedensarbeit, Freiburg/Schweiz 1981 (35-41: Leitkategorien der Friedenspädagogik).

Grasse Renate, Bettina Gruber, Günther Gugel (Hg.), Friedenspädagogik. Grundlagen, Praxisansätze, Perspektiven, Rowohlt Taschenbuch, 2009.

Guillebaud Jean-Claude, Le commencement d’un monde. Vers une modernité Métisse, Paris 2008.

Krüger Oliver, Die mediale Religion. Probleme und Perspektiven der religionswissenschaftlichen und wissenssoziologischen Medienforschung, Bielefeld, 373-444 (Internet).

Malala Yousefzai, Moi, Malala. Je lutte pour l’éducation et je résiste aux talibans, Paris 2013.

Wintersteiner Werner and Victorija Ratkovic (Eds.), Culture of Peace. A Concept and A Campaign Revisited (Yearbook Peace Culture 2010), Klagenfurt 2010.

 

Richard Friedli, 27. Oktober 2013

2. Tagung Friedensbildung in der Schweiz – Ansätze und Umsetzungen

Tagung im Friedensdorf Broc FR

9./10. November 2013

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Thema

Nach der ersten Tagung 2012 geht es uns dieses Jahr darum, das Thema Friedensbildung zu konkretisieren und nach Möglichkeiten, Rahmenbedingungen und praktischen Anwendun- gen zu fragen. Dabei beschäftigt uns u.a. der Zusammenhang zwischen Friedens- und Menschenrechtsbildung, die Entwicklungen rund um die schulischen Lehrpläne sowie die Frage nach friedenspädagogischen Schlüsselkompetenzen. Wie sehen Umsetzungen auf Grund von Erfahrungen und Anliegen aus? Welche Rolle hat die Vernetzung in der Förderung der Friedensbildung?

Ziel

Friedensbildung in der Schweiz soll Gesicht und Gewicht erhalten! Fachlicher Austausch, Netzwerk (Ateliers und Info- Stände)

Zielgruppen

  • Organisationen / NGO im Bereich (Friedens-)Bildung
  • Bildungsverantwortliche, Lehrkräfte
  • Friedenspädagogisch Interessierte

Programm

Samstag, 9. November

10:30 Ankunft im Friedensdorf, Besuch der Informationsstände der Organisationen

11:00 Begrüssung, Einstieg

12:00 Mittagessen

13:30 Einstiegsreferate

  • Ansätze der Friedensbildung – Oliver Rizzi Carlson, Global Campaign for Peace Education
  • Friedenspädagogische Schlüsselkompetenzen – Prof. em. Dr. Richard Friedli
  • Schule und Friedensbildung – Guy Lévy, Stellv. Generalsekretär Erziehungsdirektion des Kantons Bern

15:30 Pause

15:45 Open Space / Interaktive Arbeitsgruppen Erklärung der Methode: www.openspaceworld.org.german/

19:00 Abendessen

21:00 Highlights

Sonntag, 10. November

08:00 Frühstück

09:00 Ateliers

  • Lehrplan 21
  • Spiral dynamics,
  • Just community Schule
  • Peacemakers (NCBI)

12:30 Mittagessen, Abschluss

Anmeldung bis spätestens 1. Oktober 2013 an:

Hier geht’s zum zum Anmeldeformular
Mail: bildung@friedensdorf.ch
Post: Friedensdorf, Chemin de Bouleyres 3, 1636 Broc

Die Platzzahl ist beschränkt. Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt. Die definitive Anmeldung gilt per Einzahlung auf Postcheckkonto 17-700936-7, Verein Friedensdorf, Broc / IBAN: CH 09 0900 0000 1770 0936 7 (Vermerk «Tagung Friedensbildung»).